GIPSKARTONPLATTEN

EXPERTENTIPPS | Gipskarton ist nicht gleich Gipskarton!

 
 

 

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Gipskarton ist nicht gleich Gipskarton!

Für ambitionierte Heimwerker ist der Trockenbau eines der Gewerke, die gern für Eigenleistungen genutzt werden. Das betrifft sowohl den Neubau, wie auch Modernisierung oder Umbau im Bestand. Die für alle Innenbereiche angebotenen Trockenbausysteme werden oft mit einer vermeintlich leichten Ausführung verbunden. In der Praxis sieht das nicht selten anders aus. So sind bauphysikalische Anforderungen zu beachten und die technischen Vorgaben der Hersteller exakt einzuhalten. Das betrifft beispielsweise Auswahl und korrekte Verarbeitung der in der Regel als Systemkomponente angebotenen Gipskartonplatten. „Denn Gipskarton ist nicht gleich Gipskarton. Die Platten unterscheiden sich in ihren Maßen, Baustoffdicken und Materialeigenschaften. Sie sind für jeden Bereich verfügbar und sie erfüllen die jeweiligen bauspezifischen Anforderungen. So gibt es auf der einen Seite die „normalen“ Gipskartonstandartplatten. Diese kommen zum Beispiel für nichttragende Innenwände und nicht tragende Deckenbekleidungen ohne bauphysikalische Anforderungen wie Feuchtebelastungen zum Einsatz. Diese Platten sind für die „normale“ Renovierung geeignet und werden dafür explizit empfohlen. Auf der anderen Seite gibt es die „Spezialgipskartonbauplatten“, die so genannten imprägnierten Gipskartonbauplatten mit Zusatzstoffen. Diese Platten zeichnen sich durch eine erhöhte Beständigkeit gegen Feuchte und Wasser aus und sind für Badezimmer geeignet. „Ganz speziell wird es beim Thema Brandschutz. Hierfür gibt es feuerbeständige Gipskartonbauplatten“. Diese feuerhemmenden, beziehungsweise feuerbeständigen Spezialgipskartonbauplatten werden in der Regel nur von spezialisierten Trockenbaufirmen verarbeitet. „Solche Sonderkonstruktionen sollten unter keinen Umständen vom Heimwerker angegangen werden. Geld sparen durch Eigenleistungen ist hier fehl am Platz und bedeutet, am falschen Ende zu sparen“.